Bein uns im Bett ist tote Hose.

Eigentlich bin ich mit meinem Freund total glücklich, doch seit ein paar Wochen ist bei uns im Bett tote Hose. Mein Schatz kriegt einfach keinen mehr hoch. Das belastet unsere Beziehung ziemlich. Ich will ihm gern helfen, weiß aber nicht, wie! Was hat er, und was können wir tun?

Eine Erektionsschwäche oder, wie die Fachleute sagen, eine ‚erektile Dysfunktion‘ wurde in der Vergangenheit vor allem auf psychische Ursachen zurückgeführt. 
Diese Annahme ist auch heute noch besonders dann berechtigt, wenn diese Störung nur in bestimmten Situationen auftritt, z. B. beim Zusammensein mit der Partnerin. 
Kommt es weiterhin zur morgendlichen Erektion (‚Morgenlatte‘) oder gibt es keine Probleme bei der Selbstbefriedigung, spricht vieles dafür, nach seelischen Gründen für diese Schwierigkeiten zu suchen. Dazu können Beziehungskonflikte, beruflicher Stress, die Befürchtung, den Erwartungen der Partnerin nicht gerecht zu werden, übertriebene Moralvorstellungen oder auch psychische Erkrankungen, z. B. Depressionen, gehören. 

Inzwischen zeigen wissenschaftliche Untersuchungen, dass ungefähr 70% aller Erektionsstörungen körperliche Ursachen haben. Dazu zählen Durchblutungsstörungen, Verletzungen der Beckenregion, Nervenschäden und Hormonstörungen. Aber auch Alkohol- und Drogenmissbrauch, Rauchen, ein zu hoher Cholesterinspiegel, die Nebenwirkungen bestimmter Medikamente sowie schwere chronische Krankheiten wie Leber- und Nierenleiden können zur erektilen Dysfunktion führen. Krankheiten wie Diabetes, Arteriosklerose und Bluthochdruck sind ebenfalls häufig an der Entstehung von Potenzproblemen beteiligt. All dies macht deutlich, dass auf einen Arztbesuch nicht verzichtet werden kann. Der Betroffene wird zum jeweiligen Spezialisten überwiesen, sei es ein Urologe oder ein Psychotherapeut. In den letzten Jahren wurden zahlreiche Therapieformen entwickelt. Bei körperlich begründbaren Erektionsschwierigkeiten können z. B. Medikamente wie etwa das allseits bekannte Viagra, Cialis oder auch Levitra verordnet werden. Liegen der Störung seelische Ursachen zu Grunde, wäre Psychotherapie bzw. Sexualtherapie angezeigt – nicht selten unter Einbeziehung der Partnerin. Gespräche sowie verhaltenstherapeutische Trainingsprogramme und Übungen können auf eine beachtliche Erfolgsquote verweisen. 

Die Partnerin kann den betroffenen Mann dabei wirkungsvoll unterstützen. Indem sie ihrem Partner Verständnis entgegenbringt, ihm zeigt, dass nicht nur der ‚normale‘ Geschlechtsverkehr befriedigend ist, sondern auch Streicheln, orale Stimulation und andere Zärtlichkeiten, befreit sie ihn von seinem sexuellen Leistungsdruck. Zusammen mit einer geeigneten Behandlung dürfte der Erfolg dann nicht mehr lange auf sich warten lassen!“

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Autor: admin
Datum: Montag, 5. Januar 2009 11:18
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