BETA-Blocker – Bremse für die Potenz?

Seit kurzem muss ich Tabletten (Beta-Blocker) gegen meinen Bluthochdruck nehmen. Als ich meiner Freundin davon berichtete, erschrak die total. Sie sagte, dass es mit meiner Potenz abwärts gehen wird. Dann behauptete sie, diese Medikamente würden meine Manneskraft senken. Hat sie Recht, und kann man dagegen gar nichts tun?

Potenzprobleme entstehen sehr oft aus Angst vor Impotenz. Diese Angst führt dann zu einer übertriebenen Selbstbeobachtung und pessimistischen Erwartungshaltung. Dadurch wird dann tatsächlich eine gelöste und ohne Leistungsdruck empfundene Vorfreude auf das sexuelle Erleben verhindert. Die Fachleute sprechen in diesem Zusammenhang von einer ‚sich selbst erfüllenden Vorhersage‘. Dennoch ist nicht zu leugnen, dass bestimmte Medikamente die Erektionsfähigkeit verschlechtern. Dies gilt auch für manche der so genannten Beta-Blocker – aus bisher noch nicht völlig geklärten Gründen. Das sollte aber nicht dazu führen, auf ihre Einnahme zu verzichten! Sie werden verordnet, um den zu hohen Blutdruck zu senken. Denn wenn eine lange bestehende Hypertonie – so der medizinische Fachbegriff – unbehandelt bleibt, sind gravierende Spätfolgen unvermeidlich. 

Nicht alle Beta-Blocker sind gleich 

Das Risiko, Herzerkrankungen, Gefäßschäden, Nierenerkrankungen und Augenschäden zu erleiden oder einen Gehirnschlag zu bekommen, steigt erheblich. Letztendlich sinkt die Lebenserwartung. Dies gilt besonders dann, wenn weitere Risikofaktoren wie Bewegungsmangel, hoher Blutfettspiegel und Rauchen hinzukommen. Ein länger anhaltender Bluthochdruck schädigt die kleinen Blutgefäße des Körpers, die normalerweise auch die Funktion der Schwellkörper des Penis garantieren. Der die Erektionsfähigkeit einschränkende Effekt von Beta-Blockern ist aber nicht bei jedem Medikament gleich. So gibt es einige Alternativen, die als eher erektionsneutral gelten. Der/die behandelnde Arzt/Ärztin sollte auf das Problem angesprochen werden, damit evtl. eine Umstellung der Medikation vorgenommen werden kann. Sollte sich dadurch keine Besserung der Erektionsfähigkeit einstellen, wäre möglicherweise eine gezielte Behandlung angezeigt. Der richtige Ansprechpartner ist in diesem Fall ein(e) Urologe/in. 

Es gibt viele Mittel gegen Impotenz 

Er/sie wird mit Ihnen darüber sprechen, ob für Sie Tabletten mit den Wirkstoffen Sildenfail (Viagra), Cialis, Apomorphin (Ixense, Uprima), Vardenafil (Levitra) o. Ä. in Frage kommen oder andere Behandlungsmöglichkeiten für Sie besser geeignet sind. Zunächst gilt es aber, erst einmal mit Gelassenheit abzuwarten, ob überhaupt Erektionsprobleme entstehen, und sie nicht etwa ‚herbeizugrübeln‘!“

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Autor: admin
Datum: Mittwoch, 7. Januar 2009 19:33
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Ein Kommentar

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    [...] eine Begleiterscheinung von anderen Krankheiten wie Diabetes oder der Einnahme von viel verordneten Betablockern. Allerdings legen Urologen Wert darauf, dass nicht jeder, der ab und zu nicht kann, auch eine [...]

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