Sex hat positiven Einfluss auf die Karriere, können Potenzmittel diesen verstärken?

Über den Liebesspiele-Blog stiess ich soeben auf einen wirklich guten und ausführlichen Artikel in der Wirtschaftswoche, der sich eingehenend damit beschäftigt, inwieweit guter Sex und  Erfolg im Beruf sich gegenseitig beeinflussen.

Neben vielen eingängigen und interessanten Fallbeispielen und Erfahrungen von Paaren, geht der Autor kurz auf die wissenschaftlichen Aspekte ein und wundert sich, warum so ein wichtiger und kraftvoller Aspekt unseres Daseins von Forschern, Ärzten und Sexualwissenschaftlern weitestgehend vernachlässigt wird, obwohl man feststellt:

Dabei ist Sexualität eine mächtige Triebfeder in unserem Leben. Es geht um den Austausch von purer Energie, um Leidenschaft, absolute Nähe und nicht zuletzt um eine Form der engsten Kommunikation zwischen zwei Partnern. In der klassischen Bedürfnispyramide des US-Psychologen und Managementlehrers Abraham Maslow gehört Sex — neben Ernährung, Wärme, Aktivität und Neugier — zu den grundlegenden körperlichen und primären Bedürfnissen, die befriedigt sein müssen, um im Beruf immer weiter motiviert zu sein.

Es folgen einige Positiv- und Negativbeispiele, in den anhand von Erfahrungsberichten geschildert wird, wie guter Sex zu Erfolg im Beruf verhelfen kann und warum bei einem unerfüllten Sexualleben die Karriere leidet.

Liebe und sexuelle Lust lassen die Persönlichkeit in Fluss geraten, machen Veränderungen möglich und „geben den Schwung, eine neue Lebensphase zu beginnen“, wie die New Yorker Psychiaterin und Paartherapeutin Ethel Person bestätigt..

 Aber ebenso gilt “Erfolg macht sexy”, denn Erfolg im Beruf führt zu einem besseren Selbstbewusstsein und macht es einem leichter, auf mögliche Sexpartner zuzugehen.
„Seit ich Karriere gemacht habe, habe ich besseren Sex.“

Zwar ist es im Umkehrschluss nicht so einfach möglich, durch mehr Sex direkt eine steilere Karriere zu machen, aber Stuart Brody, Psychologieprofessor an der westschottischen Universität von Paisley stellt fest, dass man nach einem sexuellen Erlebnis mit Druck besser umgehen kann, Stressresistenter und unbefangener wird.

Ausserdem erfährt der Leser, dass im Ejakulat des Mannes für Frauen psychisch wirksame Substanzen enthalten sind, die das Gefühlsleben positiv beeinflussen, dass sexuell aktive Menschen länger leben und dass Männer und Frauen, die durchschnittlich viermal Sex in der Woche haben, zehn Jahre jünger wirken, als sie in Wahrheit sind.

Es lohnt sich definitiv, den ganzen Artikel in der Wirtschaftswoche zu lesen, alles über die Erkenntnisse zu Sex und Erfolg zu erfahren und an einem erfüllten und reichhaltigen Liebesleben zu arbeiten! :)

 

…denn Vorsicht!

Unsere Sexualität entwickelt sich allerdings im Lauf der Zeit. Vor allem das Alter spielt dabei eine große Rolle. Sobald der Hormonspiegel sinkt, regiert die Unlust.

Aus der Burnout-Forschung etwa ist bekannt, dass ein Karriereknick oder das Gefühl, das Ende der Wegstrecke erreicht zu haben, gerade bei Männern in den Fünfzigern massive sexuelle Versagensängste auslöst. Das Ganze funktioniert aber auch umgekehrt: Versagt der Körper, stürzt mancher Mann in eine tiefe Krise. Bei diesen Männern müsse der Körper „im Beruf genauso funktionieren wie in der Sexualität und im Sport. Tut er es nicht, haben viele Männer das Gefühl, sie würden von ihrem Körper im Stich gelassen wie von einer unzuverlässigen Maschine“, sagt der Dresdner Psychologe und Männerforscher Holger Brandes. Solche Männer, denen bisher alles gelang, identifizieren sich mit ihrer Potenz – und sind entsprechend verzweifelt, wenn es im Bett und im Büro nicht mehr so klappt wie früher. Nicht von ungefähr sind Potenzmittel wie Viagra, Levitra und Cialis für die Pharmakonzerne ein solches Milliardengeschäft geworden.

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Autor: admin
Datum: Sonntag, 6. Juli 2008 12:36
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