Viagra auf Rezept - bezahlt von der Krankenkasse
Wer krankheitsbedingt unter Erektionsstörungen leidet, bekommt die Kosten für Viagra möglicherweise zum Teil von der Krankenkasse ersetzt. So zumindest urteilte das Oberverwaltungsgericht in Koblenz.
Bedingung dafür ist zum Einen, dass eine Krankheit Ursache der Erektionsprobleme ist, zum anderen bezieht sich dieses Urteil auf Staatsdiener.
Arbeiter, Angestellte und Selbstständige fahren vermutlich besser und günstiger, wenn sie ihre notwendigen Medikamente direkt in einer Online-Apotheke kaufen, ersetzt werden ihnen die entstehenden Kosten nämlich nicht.
Keine Potenzprobleme, trotzdem Viagra probieren?...Für eine bestimmte Krankheit keine Beihilfe zu zahlen, sei nicht zulässig, urteilte das OVG. Es sei nicht gerechtfertigt, die Behandlung von Erektionsstörungen nach einer Prostataoperation von der Beihilfe auszuschließen, weil Viagra auch von gesunden Männern zur Verbesserung der sexuellen Potenz benutzt werde. Einem Missbrauch oder „unzumutbaren finanziellen Belastungen der Beihilfekasse“ könne beispielsweise über eine mengenmäßige Begrenzung des Medikaments oder die Festsetzung eines Höchstbetrages entgegengewirkt werden, hieß es (Az.: 10 A 11598/06.OVG).
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Freitag, 28. November 2008 15:10
Eben in der BILD gefunden:
Viagra kann Multiple Sklerose und Diabetes zwar nicht heilen, aber die Lebensqualität der Patienten verbessern. Wenn die Libido unter der Krankheit leidet, müssen laut Urteil des Bundessozialgerichts vom Mai 2005 die Krankenkassen sogar die Kosten für die blauen Pillen übernehmen. Das Gericht sah die positiven Auswirkungen auf das Sexualleben der Patienten als erwiesen an.